Aktuelle Informationen für Anleger der Magellan Maritime Service GmbH

 

  • Hinweis zur Forderungsprüfung

Gläubiger, die eine Insolvenzforderung bei dem Insolvenzverwalter angemeldet haben, werden vom Amtsgericht Hamburg über das Ergebnis der Forderungsprüfung informiert. Zu diesem Zweck erhalten sie einen Tabellenauszug übersendet.  Soweit angemeldete Forderungen ganz oder teilweise bestritten sind, ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei dem Bestreiten der Forderungen um ein vorläufiges Bestreiten handelt. Dies vor dem Hintergrund dass noch nicht alle Forderungen abschließend geprüft werden konnten. Der Tabellenauszug gibt das Ergebnis zum gerichtlichen Prüfungstermin am 30.11.2016 wieder. Forderungen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht geprüft waren, sind daher als (vorläufig) bestritten ausgewiesen.

Die Prüfung dauert an und der Insolvenzverwalter teilt die Ergebnisse dem Gericht laufend mit, so dass die Tabelle dort entsprechend geändert bzw. aktualisiert werden kann. Von Seiten der Gläubiger besteht zunächst kein Handlungsbedarf, insbesondere sind gerichtliche Schritte (bspw. Feststellungsklage) vor Abschluss der Prüfung nicht angebracht und ratsam. Sollte der Insolvenzverwalter zum Ergebnis kommen, dass einzelne Forderungen endgültig zu bestreiten sind, wird er den betreffenden Gläubigern die Gründe mitteilen und Gelegenheit geben, etwaige Hinderungsgründe noch zu beseitigen.

Erst wenn mit dem Schlusstermin (in etwa 3 Jahren) das Verteilungsverzeichnis vorliegt und eine Forderung noch bestritten ist, beginnt eine Frist von zwei Wochen zu laufen, in denen der Gläubiger die Feststellung seiner Forderung gerichtlich geltend machen müsste (§§ 188, 189 InsO). Bis dahin laufen keine Ausschlussfristen o.ä.